PREISTRÄGER 2010

2010

 

Der Internationale Eckart Witzigmann Preis wird verliehen in Partnerschaft mit dem Land Baden-Württemberg und der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, die das Thema Genießerland in besonders engagierter und erfolgreicher Weise vermitteln. Die Preisträger in 2010 setzen die Reihe der herausragenden Preisträger der letzten fünf Jahre fort, wie u.a. Ferran Adrià, Marc Haeberlin, Thomas Keller, Frédy Girardet, Harald Wohlfahrt und Hiroyuki Hiramatsu, sowie Carlo Petrini, Günter Grass, Dieter Kosslick und Daniel Spoerri.

HRH Prince Charles of Wales, Highgrove, Wales

Innovation

Seine Königliche Hoheit, Charles Prince of Wales, erhält den Internationalen Eckart-Witzigmann-Preis 2010 für seine herausragenden Verdienste
um eine nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.
Er selbst praktiziert auf seinen Gütern ökologische Landwirtschaft und ist
ein Verfechter der biologischen Vielfalt und des Schutzes der natürlichen Ressourcen.
Er hat durch seine Schirmherrschaft der Idee von Terra Madre, dem weltweiten Netzwerk von Bauern, Lebensmittelhandwerkern und Gastronomen zum Durchbruch verholfen.
Es gibt keine gute Küche ohne gute, saubere und gerecht bezahlte Produkte,
und daher sind Prinz Charles auch die Köche in aller Welt zu großem Dank verpflichtet.

Download (Der deutsche Text als PDF)

Juan Mari Arzak und seine Tochter Elena, ***Arzak, San Sebastián
Große Kochkunst

Juan Mari Arzak und seine Tochter Elena betreiben gemeinsam
das 1897 gegründete Restaurant Arzak im baskischen San Sebastian.
„Mit meinem Vater bilde ich seit vielen Jahren ein Tandem“, sagt Elena.
„Wir kreieren eine Autorenküche: Baskisch, mit Neuem, Evolution und Avantgarde, ohne regionale Traditionen zu vernachlässigen.“
Seit 1989 werden die beiden kontinuierlich mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet.

Vincent Klink, *Wielandshöhe, Stuttgart
Kulturthema Essen in Literatur, Wissenschaft und Medien

Vincent Klink verbindet in herausragender und zugleich wunderbarer Weise das Handwerk des Kochens mit dem Hand- und Mundwerk des Schreibens, des Musizierens und der Fernseh-Unterhaltung.
Er unterstreicht so eindrucksvoll die Botschaft, dass Kochen eine Kunst ist, ja zu den schönsten Künsten gehört und dazu hin auch noch satt macht.
So wirkt der Sternekoch mit seinen Schreibkünsten – gepfeffert und manchmal auch nach gesalzen – überaus liebenswert in der Welt der Kulinaristik.

Cesare Giaccone, Albaretto della Torre
Lebenswerk

Cesare Giacone hat sich weniger an der Jagd nach Sternen und Hauben beteiligt, ist aber umso mehr Vorbild für viele große Köche der Welt. Sie alle sind zu ihm nach Alberetto della Torre hoch oben über den Weinbergen des Barolo gepilgert. „Cesare Giacone ist ein außergewöhnlicher Mann mit einer einzigartigen kulinarischen Vision. Seine Gerichte sind komplex aber gleichzeitig einfach. Ihr Geschmack ist unvergesslich.
Bei ihm zu essen ist eine euphorische Erfahrung“,
sagt Thomas Keller, Amerikas Koch Nummer eins und selbst Träger
des Internationalen Eckart Witzigmann -Preises 2006.

Dieter Krieg (posthum)
Koch-Kunst

In seinen großformatigen Gemälden hat Dieter Krieg
oft banale Dinge zum Bildgegenstand gemacht: Salatköpfe, Blumenkohl, Fleischstücke, Spiegeleier, Fritten.
Dieter Krieg (1937 -2005) zählte zu den renommiertesten deutschen Malern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Er hat dem Essbaren einen gebührenden Rang in der Kunst eingeräumt. Das ist nicht allein eine malerische Leistung.